Tiefe Verzweiflung

Ich stecke in einem zähflüssigen Strudel. Er wirbelt mich herum, lässt mich Bruchteile von Bildern aus meinem Leben erkennen. Immer nur für Sekunden, dann sind sie wieder weg.
Unter meinen Füßen spüre ich keine Boden. Wenn ich den Kopf über Wasser halten will, muss ich schwimmen. Nichts lässt sich von mir anfassen, ich bin dem Strudel hilflos ausgeliefert. Ich suche einen roten Faden, um mich aus dem Strudel zu befreien. Aber alles, was ich erwische sind nur kleine Stücke eines vermeintlichen Rettungstaus. Kaum dass ich sie in den Händen halte, sind sie auch schon wieder weg. Und der Strudel erobert noch ein Stück mehr von mir.
Ich habe Angst, mir laufen die Tränen über die Wangen. Ich bekomme zu wenig Luft und weiß nicht, wie ich jemals wieder daraus kommen soll. Und ich überlege, was wäre, wenn ich einfach aufhöre zu strampeln?
Hört sie dann auf, die Angst? Ist dann Ruhe, keine Panik mehr, keine Ungewissheit? Oder wird es wohlmöglich schlimmer? Die Furcht schnürt mir die Kehle zu und ich bleibe ratlos zurück.